Tut das gut....

....oh man, mein 24/7-service hatte heute mal 2 stunden pause und das hat wahnsinnig gut getan. So gerne ich ja anderen auch mal zuhöre... es tut sau gut wenn ich mal jemanden einfach so zuquasseln darf und man dann auch noch zusätzlich das gefühl hat
1. ernstgenommen zu werden und
2. auch ehrliches interesse, sowie eine ehrliche Meinung
mitgeteilt zu bekommen. es sei denn man kann sehr sehr gut schauspielern. ; )

Nur hab ich jetzt mal wieder ein schrecklich schlechtes gewissen ....hmm ich muss noch so viel lernen, u.a. wohl auch dass man vielleicht auch mal selbst jemanden vollquatschen darf. Eine schwere Hürde, aber meistern kann man sie ja irgendwann trotzdem ; )


[ausgequatscht.zufrieden.vollem neuen mut.ich schaff das.kekse!]
26.4.06 01:30


These things i have to say....

"DIE ZEIT

Ich will faul sein

Während das Bündnis für Arbeit fieberhaft für mehr Arbeit arbeitet, schläft ein junger, kräftiger Mann morgens aus. Er lebt von der Arbeitslosenhilfe, und es geht ihm gut. Das Protokoll einer großen Freizeit
AUFGEZEICHNET HEIKE FALLER

Ich habe nach meinem Germanistikstudium vier Jahre in einer Werbeagentur gearbeitet und dann gekündigt.Ich glaube nicht, dass man mich gefeuert hätte, ich war dort Mittelmaß. Seither habe ich vom Arbeitsamt etwa ein Dutzend Jobvorschläge - als Kontakter oder Texter - bekommen und schon bei den Vorstellungsgesprächen dafür gesorgt, dass man mich nicht nehmen würde. Ich will nicht arbeiten. Ich bin 34 Jahre und seit anderthalb Jahren arbeitslos.
Ich schlafe, bis ich von selber aufwache. Seither weiß ich nicht mehr, was ich träume. Das ist der Nachteil, wenn der Wecker nicht klingelt: Man hat keinen Zugriff mehr auf seine Träume.Natürlich ist es nicht einfach, arbeitslos zu sein. Ich sehe, wie die Arbeitslosen unter meinen Freunden nach einer gewissen Zeit depressiv oder zu Alkoholikern werden, oder sie ernähren sich ausschließlich von alten Schokonikoläusen. Es fehlt der Kontakt zu anderen Menschen, eine Struktur im Tagesablauf. Die Möglichkeit, seine Kräfte zu messen, sich zu entwickeln, mitzumachen. Zu den indirekten Nachteilen gehört, dass man ein schlechtes Standing hat, als Versager gilt, sich manche Sachen nicht leisten kann und sich eine rabenschwarze Zukunft produziert: Mit jedem Jahr hat man weniger Chancen, noch einzusteigen. Es ist ein bekanntes Phänomen, dass Leute, die keinen Stress haben, trotzdem einen höheren Cortisolpegel im Speichel haben als Topmanager. So ein Arbeitsloser muss ja unglaublich kreativ sein und sich jede Minute überlegen, was er in der nächsten Minute macht, weil nichts vorgegeben wird.
Ich bin trotzdem lieber arbeitslos, weil die Nachteile des Arbeitens - das Zeitregime, die Hierarchien, bewertet zu werden, die Konkurrenz - unmittelbarer wirken. Das heißt, ich habe einfach keine Lust hinzugehen. Das wirkt so direkt wie eine Grippe: Da stehst du auch nicht auf. Selbst wenn ich trotz meiner
Unzulänglichkeiten reüssieren würde: Warum sollte ich im falschen Leben auch noch ein falsches Leben leben? Ich will nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendwo sein müssen und von Menschen umgeben sein, wenn ich nicht von Menschen umgeben sein will, ich will nicht mal interessante Sachen machen, wenn ich lieber faul bin.
Außerdem bin ich davon überzeugt, dass ich nichts Wesentliches zu etwas beitragen würde: Wenn ich es nicht mache, macht es zwei Tage später jemand anders, und das besser. Ich kann nachvollziehen, dass manche Leute daraus ein gutes Gefühl ziehen, aber wenn man schaut, was man eigentlich gemacht hat, dann muss man sich ein bisschen schämen, dass einen das schon zufrieden macht. Ich finde es schwachsinnig, über die Fortsetzung der Whiskas-Werbung nachzudenken. Im Winter brauche ich eine wetterunabhängige Handlungsrationale. Zum Beispiel Frauen. Wenn mir eine interessante Frau über den Weg läuft, folge ich ihr durch die Stadt. Das ist für mich optimal verschwendete Zeit. Mein Hirn muss einfach beschäftigt und unterhalten sein, und zwar auf richtig gutem Niveau. Den meisten Frauen erzähle ich, dass ich freiberuflicher Werbetexter bin, denn Arbeitslose - und das ist ja wohl das Thema hier - sind Loser. Wenn ich um zehn Uhr noch mit einer Frau im Bett liege, dann sage ich spätestens um zwölf, dass ich jetzt einen Termin habe.
Mein Bekanntenkreis teilt sich in zwei Kategorien: A wie Allesglauber und B wie Bescheidwisser, die wissen, dass ich arbeitslos bin. Manche Leute finden mich deshalb interessanter: Je erfolgreicher sie sind, desto faszinierender finden sie einen wie mich.

Ich interpretiere Arbeitslosigkeit anhand von Pierre Bourdieus Kapitalsorten. Er unterscheidet drei verschiedenen Arten von Kapital: das symbolische Kapital, das Kapital an Zeit und das materielle Kapital.
Mein Leben ist erträglich, weil ich nicht nur Millionär an Zeitkapital bin, sondern auch an symbolisches Kapital rankomme. Man sammelt eine Menge eigenartiges Wissen an als Arbeitsloser. Dass die Duschszene in Hitchcocks Psycho nicht seine eigene Idee war, sondern die von seinem Filmvorspanndesigner. Dass Noam Chomskys Affe Nim hieß und der von Claude Lévi-Strauss Lucinde. Das ist ja der große Unterschied zu allen anderen Epochen: dass auch die Loser Bildungskapital haben, und das Sensationelle ist, dass man in der Großstadt einen unbegrenzten Medienzugang hat.
Ich habe alles, was ich brauche. Je nachdem, ob ich Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe bekomme, kriege ich zwischen 1600 und 1800 Mark im Monat. Ich habe mir durchaus die Frage gestellt, ob ich ein Parasit bin und ein schlechtes Gewissen haben müsste, aber es gibt wirklich keinen Quadratmillimeter in meinem Gehirn, der das bejahen würde. So wie es bei den Bauern eine Flächenstilllegungsprämie gibt, bekomme ich eine Prämie für meine stillgelegte Produktivität. Ich bin die Arbeitskraftreserve, mit der sie dem arbeitenden Teil drohen können, und deshalb nütze ich dem System sogar noch. In der Herald Tribune stand kürzlich, dass es sich bei den Zahlungen an die Arbeitslosen nicht um »Geschenke an die Massen handelt, sondern um ein Entgelt dafür, dass sie nicht kommen und uns alle umbringen«.
So ein Arbeitsloser hat zwar weniger Geld, aber er muss auch nicht so viel ausgeben, weil er Zeit hat, gute
Angebote zu nutzen. "

[gekürzt, lange Version gibts auch. Hab ihn euch nochmals reingestellt, auch wenns viel zu lesen ist...sry.]



Philosophieunterricht der Stufe 11. Einhard Gymnasium, Aachen.
Vorliegendes Material zum Thema Arbeitswelt, ein Text namens "Ich will faul sein" aus der Zeit.
Nachdem auch jeder vollends unterforderte und gelangweilete Schüler den Text gelesen und mehr oder weniger auch verstanden, gemerkt und verinnerlicht hat, fängt nun die Diskussion über Richtig und Falsch, Sozialschmarotzer und Freigeist an.

Und einzig und allein drei Schüler sitzen einfach nur fassungslos da:
Da vertreten die gut erzogenen Söhne und Töchter aus moralisch gut gefestigtem Hause doch tatsächlich wieder einmal die Standartmeinung ihrer Mamis und Papis "Arbeitslose sind böööse Menschen!", "Das geht ja mal gar nicht!","Man muss doch arbeiten, der arme Staat" buhei, buhei.

Sagt mal, da fragt man sich doch als ach so vernunftbegabtes Wesen:
HABT IHR ALLE EINEN STOCK IM...ANUS?!??
Nein, ich unterstütze auf keinen Fall Arbeitslosigkeit, aber... habt ihr diesen Text wirklich gelesen und VERSTANDEN, verehrte Mitschüler und Mitschülerinnen des vermeintlich guten Humors??

Okay, dann also nochmal für den letzten Volldeppen, von denen man heutzutage anscheinend zu Hauf umgeben ist:
Dieser Text ist ironisch. Dieser Mann verarscht sich selbst auf eine "Niveauvolle" Weise. Aber hey, vielleicht ist genau dass das Problem dieser Generation:
Niveauvolle Ironie.
24.4.06 21:13


Lieblingswort der Woche:

Teddybären Rebellion.
24.4.06 01:21


Gehts euch gut?

Ich will dass es meinen freunden, den menschen die ich gern habe und eben auch auf eine gewisse art liebe gut geht.... möchte dass sie sich mal umarmt fühlen und mache mir sorgen wenn auch nur einen hauch davon mitbekomme, dass es ihnen nicht gut geht.......ich will dass meine freunde glücklich sind, dass es den menschen um mich herum gut geht, dass sie träume haben und diese auch leben, dass alles was sie sich wünschen in erfüllung geht und dass sie einfach...zufrieden sind.
Aber bitte verletzt mich nicht, wenn ich euch das sage.....

Egal wie sehr ich euch kenne, wie oft ich mit euch rede, egal wie oft ich euch sehe, ich will nicht dass es euch schlecht geht...passt auf euch auf, ja?


Scheiße sind wir wieder sentimental......
24.4.06 01:20


Was denn nu?

...." im Westen [NRWs] ist mit Schauern oder Schnee zu rechnen... oder Sonnenschein"

Wettervorhersage Sat1 17:30...
5.4.06 20:21


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